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Vorsicht Betrug!

Auch Physiotherapeut:innen sind immer wieder Ziel von Betrugsversuchen. Bleiben Sie deshalb wachsam – besonders wenn es um die Weitergabe von Kontoinformationen geht.

System Hacked Warning Alert On Notebook (Laptop). Cyber Attack O
©AdobeStock

Uns wurde ein Betrugsversuch gemeldet, bei dem auf den ersten Blick unklar bleibt, welches Ziel der Täter mit den verlangten Informationen verfolgte. Der Vorfall spielte sich wie folgt ab:

Ein Mann rief in einer Physiotherapiepraxis an und gab sich als Patient aus, der als Selbstzahler kurzfristig einen Termin vereinbaren wolle. Gleichzeitig verlangte er die IBAN der Physiotherapeutin, angeblich um die Behandlung im Voraus zu bezahlen. Offenbar setzte der Anrufer darauf, dass Therapeut:innen im Praxisalltag häufig unter Zeitdruck stehen und sich dadurch leichter unter Druck setzen oder überrumpeln lassen.

Als die Physiotherapeutin misstrauisch wurde – in ihrer Praxis werden Behandlungen nicht im Voraus bezahlt und Rechnungen grundsätzlich mit Einzahlungsschein verschickt – verweigerte sie die Herausgabe der IBAN. Daraufhin reagierte der Anrufer zunehmend fordernd und ungehalten. Glücklicherweise liess sich die Physiotherapeutin weder einschüchtern noch unter Druck setzen, bewahrte einen kühlen Kopf und beendete das Gespräch.

Was können Betrüger:innen mit einer IBAN-Nummer anfangen?

Wer seine IBAN preisgibt, gibt damit zwar keinen direkten Zugang zum Konto frei. Für Betrüger:innen kann die Kontonummer dennoch eine nützliche Information sein, die sich auf verschiedene Arten missbrauchen lässt:

  • Identitätsdiebstahl: In Kombination mit anderen Daten kann die IBAN genutzt werden, um sich bei Kundendiensten oder Telefonanbietern als Kontoinhaber:in auszugeben.
  • Gefälschte Bankbriefe: Mit Ihrer IBAN lassen sich täuschend echte Bankschreiben erstellen, mit denen versucht wird, weitere Zugangsdaten zu Ihrem Konto zu erschleichen.
  • Lastschriftbetrug: Bei bestimmten Online-Einkäufen genügt die Eingabe einer IBAN, um Beträge per Lastschrift direkt vom Konto abzubuchen.
  • Dreiecksbetrug: Diese Masche kommt häufig bei Kleinanzeigen vor. Jemand bekundet in betrügerischer Absicht Interesse an einem Ihrer Inserate und bietet dasselbe Produkt gleichzeitig einer dritten Person zum Kauf an. Diese dritte Person überweist den Kaufbetrag auf Ihr Konto. Sie geben das Produkt gutgläubig an den Betrüger heraus – und die dritte Person geht leer aus und wendet sich mit Vorwürfen oder sogar einer Anzeige an Sie.

Fazit: Vorsicht bei der Weitergabe von Bankdaten

Auch über die IBAN versuchen Kriminelle, an Ihr Geld zu gelangen. So schützen Sie sich:

  • Geben Sie Bankdaten nur über sichere Kanäle und ausschliesslich an vertrauenswürdige Personen oder Stellen weiter.
  • Prüfen Sie regelmässig Ihre Kontoauszüge und lassen Sie unberechtigte Abbuchungen umgehend von Ihrer Bank zurückbuchen.
  • Erstatten Sie im Verdachtsfall Anzeige bei der Polizei.

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