Mehr Zeit für Patient:innen statt für Bürokratie
Auch Physiotherapeut:innen sind immer wieder Ziel von Betrugsversuchen. Bleiben Sie deshalb wachsam – besonders wenn es um die Weitergabe von Kontoinformationen geht.
Uns wurde ein Betrugsversuch gemeldet, bei dem auf den ersten Blick unklar bleibt, welches Ziel der Täter mit den verlangten Informationen verfolgte. Der Vorfall spielte sich wie folgt ab:
Ein Mann rief in einer Physiotherapiepraxis an und gab sich als Patient aus, der als Selbstzahler kurzfristig einen Termin vereinbaren wolle. Gleichzeitig verlangte er die IBAN der Physiotherapeutin, angeblich um die Behandlung im Voraus zu bezahlen. Offenbar setzte der Anrufer darauf, dass Therapeut:innen im Praxisalltag häufig unter Zeitdruck stehen und sich dadurch leichter unter Druck setzen oder überrumpeln lassen.
Als die Physiotherapeutin misstrauisch wurde – in ihrer Praxis werden Behandlungen nicht im Voraus bezahlt und Rechnungen grundsätzlich mit Einzahlungsschein verschickt – verweigerte sie die Herausgabe der IBAN. Daraufhin reagierte der Anrufer zunehmend fordernd und ungehalten. Glücklicherweise liess sich die Physiotherapeutin weder einschüchtern noch unter Druck setzen, bewahrte einen kühlen Kopf und beendete das Gespräch.
Wer seine IBAN preisgibt, gibt damit zwar keinen direkten Zugang zum Konto frei. Für Betrüger:innen kann die Kontonummer dennoch eine nützliche Information sein, die sich auf verschiedene Arten missbrauchen lässt:
Auch über die IBAN versuchen Kriminelle, an Ihr Geld zu gelangen. So schützen Sie sich: