Eingereichte KVG-Tarifstruktur vorgestellt
Die Delegiertenversammlung heute Samstag, 13. Juni 2026, in Bern zeigte: Physioswiss entwickelt sich weiter. Neue Mitgliederkategorien, zwei neue Mitglieder im Zentralvorstand und wichtige Fortschritte in Tarifpolitik und Qualitätsentwicklung prägen die Zukunft des Verbands.
Mit den Neu- und Wiederwahlen in den Zentralvorstand wurden die personellen Weichen für die Amtsperiode 2026-2030 gestellt.
Neu gewählt wurden:
Gemeinsam mit der wiedergewählten Präsidentin Mirjam Stauffer und Vizepräsidentin Aline Descloux sowie den ebenfalls wiedergewählten Mitgliedern Florian Liberatore, Sophie Brandt und Alfio Albasini werden sie die Weiterentwicklung des Verbands und die Umsetzung der Strategie 2026-2030 mitgestalten. Die bisherigen Mitglieder Sébastien Gattlen und Sandro Krüsi verlassen den Zentralvorstand. Physioswiss dankt ihnen für ihr langjähriges Engagement zugunsten der Physiotherapie und des Verbands.
Die Delegierten beschlossen zudem Anpassungen in den Mitgliederkategorien. Mit der neuen Kategorie «Ambulante physiotherapeutische Leistungserbringer (APL)» werden die bisherigen Kategorien «Aktiv-selbständig» und «Organisation der Physiotherapie» zusammengeführt. Ziel ist eine transparentere und gerechtere Mitgliedschaft. Gleichzeitig wird die Kategorie «Passiv» erweitert. Die neue Mitgliederstruktur wird per 1. Januar 2028 eingeführt.
Physioswiss konnte 2025 in mehreren Bereichen wichtige Fortschritte erzielen. Mit dem erfolgreichen Abschluss der UV-/IV-/MV-Verhandlungen erreichte der Verband einen tarifpolitischen Meilenstein. Auch in der Qualitätsentwicklung konnte Physioswiss einen wichtigen Erfolg verbuchen: Der Verband erhielt den Zuschlag der Eidgenössischen Qualitätskommission für die Entwicklung eines nationalen Qualitätsentwicklungsprogramms in der ambulanten Physiotherapie. Für Aufmerksamkeit sorgte zudem die nationale Kampagne zu nichtübertragbaren Krankheiten (NCDs), die den Nutzen der Physiotherapie bei Erkrankungen wie Schlaganfall oder Demenz sichtbar machte.
Die Tarifpolitik bleibt ein zentrales Thema. Mit der Einreichung der neuen KVG-Tarifstruktur im April 2026 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Ob sich die wirtschaftliche Situation der Physiotherapie tatsächlich verbessert, entscheidet sich nun in den laufenden Festsetzungsverfahren der Kantone. Dort werden die Taxpunktwerte festgelegt – und damit letztlich die Frage beantwortet, wie physiotherapeutische Leistungen künftig vergütet werden.
Physioswiss dankt allen Delegierten für ihr Engagement und ihre aktive Mitgestaltung der Zukunft der Physiotherapie.