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«10-Millionen-Initiative»: Physioswiss empfiehlt ein klares Nein

Physioswiss gehört zu den Organisationen der Gesundheitsbranche, welche die «10-Millionen-Initiative» der SVP klar ablehnen. Das Hauptargument: Es drohen gefährliche Versorgungslücken, da in den letzten Jahren rund 70% der in der Schweiz anerkannten Bildungsabschlüsse aus dem Ausland stammten. Physioswiss empfiehlt deshalb, am 14. Juni 2026 ein Nein in die Urne zu legen.

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© Bild: Gesundheitskomitee
«Versorgungschaos NEIN»

Physioswiss gehört zum Gesundheitskomitee «Versorgungschaos NEIN» zusammen 

mit massgebenden Akteuren wie H+ Ihre Spitäler, Spitex Schweiz, ARTISET, dem Branchenverband CURAVIVA sowie dem Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK ASI. Auch spezialisierte Verbände wie ospita Die Schweizer Gesundheitsunternehmen, palliative.ch sowie die Vereinigung der Kinder- und Jugendärzt:innen Zürich haben sich dem Komitee angeschlossen.  

Der von den Initianten geforderte Bevölkerungsdeckel würde den Personalmangel verschärfen und die qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung in der Schweiz gefährden. Physioswiss engagiert sich insbesondere für ein Nein zur Initiative, weil ein Grossteil der in der Schweiz arbeitenden Physiotherapeut:innen aus dem Ausland stammt. Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz rund 71% ausländische Bildungsabschlüsse von Physiotherapeut:innen anerkannt. Daten zum Anteil der Physiotherapeut:innen aus dem Ausland im Verhältnis zur Gesamtheit aller in der Schweiz tätigen Physiotherapeut:innen existieren leider keine. 

Für eine Ablehnung der «10-Millionen-Initiative» sprechen zahlreiche Argumente: 

Ein Bevölkerungsdeckel führt zu Versorgungslücken 

Die Schweizer Bevölkerung wird immer älter. Das bedeutet: Es gibt immer mehr Pensionierte bei gleichzeitig schrumpfender Erwerbsbevölkerung. Doch ältere Menschen nehmen auch viel mehr Physiotherapie in Anspruch. Wenn nun immer weniger Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt eintreten, weil sie nicht mehr aus dem Ausland rekrutiert werden können, sind Versorgungslücken die Folge. 

Längere Wartezeiten für Patient:innen 

Die Initiative verlangt bei der Überschreitung der 10-Millionen-Grenze die Kündigung der Personenfreizügigkeit. Was passiert? Die Nachfrage nach medizinischen Leistungen steigt weiter an, doch das Angebot an Arbeitskräften wird gedeckelt. Das bedeutet: Stationen in den Praxen, Spitälern, Pflegeheimen und Spitex-Organisationen müssen ohne genügend Personal ganze Abteilungen schliessen und Dienstleistungen abbauen. Die Wartezeiten für die Patient:innen nehmen in allen Gesundheitsbereichen zu. 

Personalmangel gefährdet die Patientensicherheit 

Fehlen qualifizierte Physiotherapeut:innen, Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte, steigt die Belastung des bestehenden Personals deutlich. Das hat direkte Auswirkungen auf die Versorgungsqualität und die Patientensicherheit.  

Weitere Argumente gegen die «10-Millionen-Initiative» finden Sie hier

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