Wo bleibt mein Physioactive-Magazin…?
Der Schweizer Physiotherapie Verband Physioswiss lanciert im Auftrag der Eidgenössischen Qualitätskommission (EQK) ein Qualitätsentwicklungsprogramm in der ambulanten Physiotherapie, das die Versorgungsqualität und Patientensicherheit stärkt und die Physiotherapie nachhaltig im Schweizer Gesundheitswesen verankert. Der Projektstart erfolgt im laufenden Quartal und das Programm ist auf eine Dauer von rund zehn Jahren angelegt.
Physiotherapeut:innen in der Schweiz erbringen bereits heute qualitativ hochstehende Leistungen in der ambulanten Versorgung. Physioswiss verfolgt das Ziel, diese Qualität systematisch, praxisnah und messbar weiterzuentwickeln. Mit dem Programm rücken Patientensicherheit, Wirksamkeit und die nachhaltige Sicherung der physiotherapeutischen Versorgung noch stärker ins Zentrum. Gleichzeitig positioniert das Programm die ambulante Physiotherapie als verantwortungsvolle und qualitätsorientierte Leistungserbringerin. Mirjam Stauffer, Präsidentin von Physioswiss, betont: «Dieses Programm ist ein Meilenstein für die Physiotherapie und stärkt unsere Profession nachhaltig im Gesundheitssystem.» Osman Bešić, Geschäftsführer von Physioswiss, ergänzt: «Die Physiotherapeut:innen erbringen tagtäglich qualitativ hochstehende Leistungen. Mit dem Qualitätsentwicklungsprogramm machen wir diese sichtbar, messbar und entwickeln sie konsequent evidenz- und datenbasiert weiter im Interesse der Patient:innen und der gesamten Versorgung.»
Ziel des Programms ist es, praxistaugliche und entlang des Patientenpfads anschlussfähige Qualitätsindikatoren zu erarbeiten, welche die Weiterentwicklung der physiotherapeutischen Versorgungsqualität gezielt unterstützen. Am Ende des Programms wird die Wirkung der umgesetzten Qualitätsmassnahmen im Rahmen einer Wirkungsevaluation überprüft. Diese stützt sich auf patientenrelevante Outcome-Indikatoren und dient der Gesamtbeurteilung des Programms sowie der Ableitung von Erkenntnissen für die weitere Qualitätsentwicklung. Im Zentrum steht ein lernendes System, das Qualität nicht nur erfasst, sondern kontinuierlich weiterentwickelt.
Zukünftig profitieren Patient:innen von einer systematisch weiterentwickelten Versorgungsqualität und einem konsequenten Fokus auf patientenrelevante Behandlungsergebnisse. Das Programm erhöht zudem die Sichtbarkeit der ambulanten Physiotherapie als qualitätsorientierte und verantwortungsvolle Leistungserbringerin gegenüber Patient:innen, Politik, Versicherern und weiteren Akteur:innen. Damit leistet das Vorhaben einen Beitrag zu einer qualitativ hochstehenden, effizienten und nachhaltigen Gesundheitsversorgung und stärkt das Vertrauen in die physiotherapeutische Qualitätsarbeit.
An der Entwicklung des Programms sind zentrale nationale Partner beteiligt: Das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie (WIG) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), SwissRDL (Medical Registries and Data Linkage) der Universität Bern und die Schweizerische Patientenorganisation SPO sind als zentrale Partner eingebunden. Darüber hinaus erfolgt die systematische Einbindung weiterer relevanter Akteur:innen aus allen Landesteilen und Sprachregionen, insbesondere von Fachhochschulen mit Physiotherapie-Studiengängen. Unter der Leitung von Physioswiss entwickeln sie gemeinsam mit Physiotherapeut:innen und Physiotherapiepraxen einen praxisnahen Qualitätsrahmen, der im Versorgungsalltag verankert ist und die Qualitätsarbeit nachhaltig stärkt.
Die Eidgenössische Qualitätskommission (EQK) hat Physioswiss die Konzipierung und Durchführung des nationales Programms übertragen und wird dieses vollumfänglich finanzieren. Die im Rahmen des Programms entwickelten Qualitätsindikatoren können nach dessen Abschluss in das von der EQK vergebene Programm «Öffentliche nationale Navigationsplattform zur Qualität im Schweizer Gesundheitswesen» aufgenommen werden.
Der Beginn der Projektarbeiten erfolgt im laufenden Quartal und die Umsetzung des Programms erstreckt sich über einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Für weitere Angaben vgl. auch EQK: Laufende Programme, Projekte und Studien.